Schulstreik am 09.10.2026 um 12 Uhr

Mehrere Jugenorganisationen kündigten via Instagram zu einem Schulstreik wegen des Kopftuchverbots auf. Der Nationalrat beschloss am 11. Dezember 2025 ein Kopftuchverbot an Schulen für Mädchen unter 14 Jahren. Gelten soll das Gesetz ab dem 1. September. Viel Kritik gab es von der SPÖ-nahen Schüler*innenorganisation AKS. Diese spricht davon, dass das Gesetz Schülerinnen „in ihrer Selbstbestimmung einschränkt“. Die Organisation rief schon am 13.12.2025 zu einem Protest auf.

Aktion “Schule brennt” als Initiator

“Es ist kein Zufall, dass gerade jetzt muslimische Jugendliche politisch angegriffen werden und gleichzeitig das Bundesheer im letzten Schuljahr fast 3000 mal an Schulen war, um Propaganda für Krieg zu verbreiten: Rassismus dient der Kriegsvorbereitung. Während die Profite der Reichen wachsen und das Heer ihr historisch höchstes Budget bekommt, wird im Sozial- und Bildungsbereich gekürzt und, um das zu rechtfertigen, rassistisch gehetzt.”

Schule brennt

Das sagen die Schüler*innenorganisationen zum Kopftuchverbot

“Ein Kopftuchverbot bekämpft keine Unterdrückung, sondern ersetzt sie durch staatliche Bevormundung. Echte Bildungspolitik muss junge Menschen stärken und ihre Vielfalt schützen, statt ihre Selbstbestimmung zu beschneiden. Gleichberechtigung zeigt sich dort, wo Schüler_innen ihren Weg frei wählen können - ganz ohne Bekleidungsvorschriften vom Staat.”

Aktion kritischer Schüler_innnen

“Progress Steiermark spricht sich klar gegen ein Kopftuchverbot für Schülerinnen unter 14 Jahren aus. Die aktuelle Debatte hebt den Islam aus rein politischen Gründen hervor, anstatt das Grundproblem anzugehen: Diskriminierung jeglicher Art hat im Klassenzimmer schlichtweg nichts verloren! Statt einseitiger Verbote, die die Selbstbestimmung junger Mädchen einschränken, fordern wir eine konsequente Entkopplung von Schule und Glauben. Der Ethikunterricht muss flächendeckend ausgebaut werden, während Religion sich zu einer außerschulischen Aktivität entwickeln muss. Echte Neutralität entsteht nicht durch das Ausgrenzen einzelner Gruppen, sondern durch eine schuleigene Bildung, die auf gemeinsamen Werten basiert. Echte Selbstbestimmung braucht Aufklärung statt Symbolpolitik.”

Progress Steiermark

“Wir JUNOS Schüler:innen wollen Schulen als einen Ort, an dem Menschen aller Religionen willkommen sind. Schulen sollen und müssen ein Ort der Freiheit sein. (...) Gerade bis zum Erreichen der allgemeinen Mündigkeit soll Schule ein neutraler Raum für Kinder und Jugendliche sein, in dem sie sich unabhängig von elterlichen Prägungen kritisch mit ihrer Umwelt beschäftigen können, um mündig in ihr späteres Leben zu schreiten.”

JUNOS Schüler:innen
F
Über die Autorin / den Autor

Fabian Rasl

Berichtet für SCHUPO über Schüler:innenvertretung, Bildungspolitik und die Fragen, die junge Menschen bewegen.

Deine Perspektive zählt

Diskussion 0

Community-Regeln

Kommentare werden moderiert. Persönliche Angriffe, Diskriminierung und die Veröffentlichung privater Daten sind nicht erlaubt.