Funktionär meldete Vorfall in der Chatgruppe an die Schülerunion

Schulpolitik News liegen Informationen vor, aus denen hervorgeht, dass ein Funktionär den Vorfall in der Chatgruppe intern bei der Schülerunion gemeldet und Beschwerde eingelegt haben soll. Die Informationen wurden der Redaktion zur Verfügung gestellt. Der Funktionär hat einer Veröffentlichung jedoch nicht zugestimmt.

Nach Angaben des Funktionärs sei die Beschwerde aus wahlkampftaktischen Gründen nicht weiterverfolgt worden, um zu verhindern, dass der Vorfall an die Öffentlichkeit gelangt.

Funktionäre wurden trotz Wissen der Schülerunion nicht ausgeschlossen

Die von den Vorwürfen betroffenen Funktionäre der Schülerunion Salzburg wurden trotz des offenbar vorhandenen Wissens innerhalb der Organisation über die Vorwürfe nicht aus dem Verein ausgeschlossen. Nach aktuellem Kenntnisstand blieben personelle Konsequenzen aus, obwohl der Vorfall und die damit verbundenen Beschwerden innerhalb der Organisation bekannt gewesen sein sollen.

Die Schülerunion reagierte auf Anfragen nicht.

Auch damaliger Landesobmann offenbar involviert

Auch der damalige Landesobmann der Schülerunion Salzburg ist offenbar in den Vorfall involviert. Er wusste offenbar von der Meldung und hat auch selbst sexistische Sticker in die Gruppe gesendet. Trotzdem kandidierte er als Landesobmann und wurde auch vom Bundesvorstand der Schülerunion unterstützt.

Die interne Meldung erfolgte laut unserer Quelle bereits vor den LSV-Wahlen 2025/26.

Um was ging es in dem Skandal?

In der Landesleitungsgruppe der Schülerunion Salzburg wurden menschenfeindliche Nachrichten verfasst. Darunter befanden sich unter anderem Aussagen wie „N*gger sind nicht hellsten“ oder „Nicht wie eure Chinesen, Hundefresser“.

Der damalige Landesobmann der Schülerunion Salzburg trat daraufhin zurück.

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Über die Autorin / den Autor

Fabian Rasl

Berichtet für SCHUPO über Schüler:innenvertretung, Bildungspolitik und die Fragen, die junge Menschen bewegen.

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