Die SPÖ-nahe Aktion kritischer Schüler_innen (AKS) protestierte heute vor dem Bundeskanzleramt gegen das Gesetz. Die AKS kritisiert, dass Verbote keine Lösungen schaffen würden und fordert stattdessen eine Bildungspolitik, die die Selbstbestimmung von jungen Menschen stärkt.

Mit Bannern und Masken machte die AKS vor dem Bundeskanzleramt auf ihre Kritik aufmerksam. Die Organisation fordert eine Bildungspolitik, die nicht über die Köpfe von Schüler_innen hinweg entscheidet, sondern ihnen zuhört und echte Mitbestimmung ermöglicht.

„Es ist wichtig, dass Schüler:innen selbstbestimmt über sich und ihren Körper entscheiden können und aktiv mitreden, wenn es um ihr Bildungssystem geht. Wir wollen die Mündigkeit junger Mädchen stärken und sie nicht dem Zwang ausliefern!“

Julia Greiner, Bundesvorsitzende der AKS

„Das Verbot greift direkt in die Selbstbestimmung junger Menschen ein und schafft neue Ausgrenzungen an unseren Schulen. Schule muss ein Ort der Akzeptanz und freien Entfaltung sein, kein Ort der Bevormundung. Wir fordern die sofortige Rücknahme dieser Regelung!“

Mayas Jahjah, Salzburg, Mitglied des Antirassismusteams der AKS

„Freiheit entsteht nicht durch Verbote. Wer Integration fordert, darf Ausgrenzung nicht zum Gesetz machen. Ein Kopftuchverbot sagt muslimischen Mädchen: Ihr gehört nur dazu, wenn ihr einen Teil eurer Identität ablegt.“

Yara Alnahhas, Wien, Mitglied des Antirassismusteams der AKS

„Religionsfreiheit und individuelle Entscheidungsfreiheit sind Grundvoraussetzungen unserer Demokratie. Ein Verbot schränkt junge Frauen zusätzlich ein und reduziert sie auf ihr Äußeres. Wir müssen mit ihnen sprechen, nicht über sie.“

Estelya Öz, Niederösterreich, Mitglied des Antirassismusteams der AKS

„Eine demokratische Bildungspolitik darf nicht entscheiden, wer aufgrund seiner Religion dazugehört und wer nicht. Sie muss dafür sorgen, dass jedes Kind und jede_r Schüler_in unabhängig von Herkunft, Religion oder Aussehen die gleichen Rechte, Chancen und die gleiche Stimme hat. Antirassismus bedeutet für uns nicht nur gegen Ausgrenzung zu sein - sondern gemeinsam für eine Schule und eine Gesellschaft zu kämpfen, in der wirklich alle dazugehören.“

Maisaa Bakor, Oberösterreich, Mitglied des Antirassismusteams der AKS

„Wir wollen keine Politik, die über unsere Köpfe hinweg entscheidet. Wir wollen eine Schule, in der Schüler_innen selbst mitreden und mitentscheiden können. Denn wer über die Zukunft junger Menschen spricht, muss auch ihre Stimmen hören“

Bundesvorsitzende der AKS, Julia Greiner
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Über die Autorin / den Autor

Fabian Rasl

Berichtet für SCHUPO über Schüler:innenvertretung, Bildungspolitik und die Fragen, die junge Menschen bewegen.

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